Beutenschutz
Beutenschutz
Da Imker mit ihren Honigbienen der Vespa velutina nigrithorax (kurz Vvn) ein vorzügliches Buffet darbieten (da die Jägerinnen auf konzentriertem Raum reichhaltige Nahrung finden), sollten die Beuten über den Jahresverlauf entsprechend geschützt sowie Nester ausfindig gemacht werden.
Fluglochkeil

Die Verkleinerung des Flugloches bietet einen mechanischen Schutz vor dem Eindringen der Hornissen in die Beute. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Arbeiterinnen der Bienen ihr Flugloch wenig verteidigen, z. B. wenn sich der Stock in der Wintertraube befindet. Jedoch auch im normalen Betrieb kann man dem Volk Stress nehmen, indem man ein verkleinertes Flugloch bereitstellt.
Die auf dem Markt befindlichen Lösungen verfolgen alle ähnliche Ziele:
- Eindringen verhindern
- Verteidigung vereinfachen
- Polleneintrag ermöglichen

Die hier abgebildeten Fluglochkeile von clabremo können individuell in der Position im Fluglochkeil angepasst werden und passen auf verschiedene Beuten, hier montiert an einer MiniPlus-Überwinterungsbeute.
Im Frühjahr/Sommer können manche dieser Lösungen nicht verwendet werden, da ansonsten Drohnen oder Königinnen aus- bzw. eingeschlossen werden.
Maulkorb
Ein weiterer Schutzmechanismus ist der sogenannte Maulkorb. Er dient in erster Linie dazu, das Vvn-Problem vom Flugloch nach außen zu verlagern. Somit wird die Gefahr einer Flugloch-Paralyse (d. h. die Bienen fliegen nicht mehr aus). Hier gibt es verschiedene Lösungsansätze vom Eigenbau über Blechkonstruktionen sowie Versionen aus 3D-Drucker oder dem Imker-Zubehörmarkt.

- DIY-Variante: Hierbei wird mit Hilfe von Kanthölzern und Maschendraht ein Korb um das Flugbrett bzw. vor das Flugloch gesetzt.
- Werkzeuge
- Bohrmaschine & Bohrer
- Tacker
- Material
- Holzschrauben
- Maschendraht
- Werkzeuge
- Bei der hier abgebildeten Variante fungiert das vorhandene Flugbrett als Boden des Maulkorbs. Dieser wird an seiner Oberkante durch zwei Ringschrauben an der Beute eingehängt und kann so jederzeit leicht entfernt werden. Die große Höhe des Maulkorbs erlaubt Bienen auch, dass sie sich im geschützten Bereich einfliegen (natürlich machen sie das nicht nur in diesem Bereich). Die Dachlatten wurden an den Ecken mit Schrauben zusammengeschraubt (vorbohren) und das Gitter anschließend mit einem Tacker befestigt. An den Seiten ist das Gitter frei hängend. Die gewählte Maschenweite von 20 mm erlaubt einer Vvn zwar das Eindringen, Beobachtungen an der Beute haben jedoch gezeigt, dass sie innerhalb des Korbes nicht jagen. Startende Bienen fliegen nach etwas Übung direkt vom Flugbrett durch das Gitter, was bei deutlich kleinerer Maschenweite nicht möglich ist. Die Jägerinnen fliegen weiterhin meist vor dem Maulkorb und versuchen, ankommende Bienen zu fangen. Die Wächterinnen haben nun die Möglichkeit, eine Traube vor dem Flugloch zu bilden und das Volk nimmt seinen Flugbetrieb wieder auf. Das Bild wurde direkt nach der Montage der Fluglochkeile aufgenommen, daher ist die Traube vor dem Flugloch noch nicht auf dem Bild nicht zu sehen.

- Blechkonstruktion: Eine witterungsbeständigere und langlebigere Variante ist es, den Maulkorb aus Metall herzustellen. Hier hat sich die Blechtechnik Hommel eine pfiffige Lösung einfallen lassen, da in der Konstruktion Alu verwendet wird. Dies ist nicht nur leichter als andere Bleche, sondern heizt sich selbst im Sommer nicht so auf, wie z. B. der Blechdeckel einer Bienenbeute.
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