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Weinbau & die Asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax -Know How für Winzer

Nicht nur die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) sorgt für Sorgenfalten auf des Winzers Stirn, auch über die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax (Vvn)) müssen wir uns in Zukunft ein paar mehr Gedanken machen.

Schäden durch Vespa velutina nigrithorax (Vvn), Einzeltier an Weintraube; Foto: cc by sa Petra Miersch, (19.11.2024, Interne Quelle: WAG-VAH, PM)©:Foto: Petra Miersch (freigegeben für die Velutina Army)
Fraßschaden durch Vespa velutina nigrithorax (Vvn), Bild von Petra Miersch (c)

Was für Schäden sind im Weinbau durch die Asiatische Hornisse Vespa velutina nigrithorax (Vvn) zu erwarten?
* Fraßschäden an unreifen und reifen Trauben – in welchem Ausmaß ist noch unklar. Berichte aus Spanien und Frankreich geben teilweise bis zu 75% Verlust an – durch Fraßschäden & Ausfall von Erntehelfern
* Stichverletzungen bei Erntehelfern – eine nicht zu unterschätzende Gefahr da die Vvn sich und vor allem ihr Nest höchst aggressiv verteidigt
* Bestäubungsleistung – für den Wein im Allgemeinen nicht relevant, da es auch ohne Bestäuberinsekten geht…
–> einen Erfahrungsbericht aus Galicien (Spanien) findest Du hier
* Pilze können übertragen werden, wenn eine größere Anzahl Vvns fliegen

Was kann ich als Winzer tun?
* beobachten (Monitoring) – Winzer sind im Allgemeinen genauso viel in der Natur unterwegs wie Imker, Obstbauern, Jäger etc. und sie gehen mit offenen Augen durch die Natur
* Einzeltiersichtungen melden
* Nester melden – im jeweiligen Meldeportal Deines Bundeslandes oder auch gern über die Informationsgruppe Velutina Army
* sich schützen durch Beobachtung, Schutzkleidung, nicht alleine Arbeiten und Vorsorge treffen im Schadensfall – Menschenleben geht hier vor Weintraube

Was sollte ich als Winzer beachten? – kleine Handlungsempfehlungen für Dich, lieber Winzer:
1. bevor Du an Deinen Weinstöcken arbeitest, nimm‘ Dir 10-15 Minuten Zeit und BEOBACHTE, was in Deinem Wein hin und her fliegt
2. Tiere beobachten & ggf. fotografieren, wenn Du Dir nicht sicher bist – Sachkundige helfen bei der Identifizierung
3. auf KEINEN FALL Tiere töten oder ein ggf. gefundenes Nest allein „mal eben schnell“ weg machen
4. nicht allein arbeiten
5. Handy dabei haben, um ggf. einen Notruf absetzen zu können
–> wichtig: das Thema „Gift der Vvn“ ist in der Medizin in Deutschland noch nicht angekommen
–> das Gift der Vvn wirkt anders und vor allem schneller als das heimischer Arten
–> Notruf rechtzeitig absetzen, Standort melden
6. Die Sonne verstärkt womöglich die Wirkung im Schadensfall

Locktopf / Dochttopf / Dochtglas

Kurzanleitung zum Locktopf = Dochttopf
Der Lock- oder Dochttopf bzw. Dochtglas ist ein praktisches Hilfsmittel zum Nachweis und der Überwachung der Asiatischen Hornisse, Vespa velutina nigrithorax (Vvn). Der Topf kann mit unterschiedlichen Flüssigkeiten gefüllt werden, um Vvn anzulocken und die Tiere auf diese Futterquelle zu konditionieren.

Velutina Locktopf©:CC BY-SA Thomas Beissel
Velutina am Locktopf

Der Locktopf bildet den Ausgangspunkt für die Nestsuche.

Locktöpfe sind einfach selbst zu bauen – mit einem Einwegglas inkl. Deckel oder einem Probenbecher und einem Lappen/Textilstück/Schwammtuch sowie einem Lockmittel.  Je größer die Verdunstungsfläche vom Docht ist, desto mehr Duft wird in die Umgebung abgegeben. Hier ist darauf zu achten, dass der Locktopf sich auch schneller leert.
Hierbei ist sicherzustellen, das der eingesetzte Docht und die Lochgröße am Behälter (Schlitz ist besser als rundes Loch) ein Eindringen von Insekten in den Behälter verhindert.
Denn: niemals fungiert ein Locktopf als Lebendfalle!

Steigt die Vvn vom Locktopf wieder auf, schraubt sie sich leicht spiralförmig in die Höhe (dient der Orientierung) und dann fliegt sie auf möglichst direktem Weg zum Nest.

Rezepte & Mittel für den Lockstoff

  • 1/3 Dunkles Starkbier, süß + 1/3 Holundersirup + 1/3 Weißwein, süß
  • VespaCatch Lockmittel Konzentrat ein Tütchen (10ml) durchschnittlich 0,85€ mit 200g Wasser und 50g Zucker mischen. reicht für einen Locktopf, alternativ 1L Gebinde durchschnittlich 50€ , reicht für ca. 25Liter Bezug: VespaCatch Lockstoff – Imkereibedarf Seip – alles für den Imker
  • Trappit Wasp Bait (umgangssprachlich nur „Trappit“) – fertig angemischter Lockstoff (Kosten: durchschn. 30€/1l), Essig hinzufügen, das hält Bienen fern
  • Mischung Zuckerwasser + Schluck Hefesatz vom Federweißen + Spritzer Essig
  • Galicische Mischung: 5 l Wasser, 2 – 2,5 kg Zucker, 1 frischer Würfel Hefe – hier ist auf die Gärung zu achten, beim Ansetzen gerät der Behälter unter Druck (Deckel offen lassen oder Loch reinmachen)
  • Varianten mit Protein:
    1. Lachs Köder
    2. Shrimps Köder
    3. Katzenfutter mit Fisch als Köder

Die Lockmittel sind ein Futtermittel für Wespen und niemals giftig, weder für Vvn noch für andere Insekten. Sie sollen ausschliesslich temporär eine Monitoringstelle ermöglichen. Bienen mögen die Mischungen regulär nicht, da sie entweder gärig sind oder Essig beinhalten.
Bei Ausbringung von Futterteig oder Apiinvert – siehe Fotos unten – muss mit Bienenbesuch gerechnet werden.
Je nach Lage wird im Frühjahr gerne dunkles Bier angenommen. Ggf muss die Lockmischung vor Ort geprobt werden.

Hinweis:

  • Locktöpfe stehen am besten an Stellen, wo man sie häufig sehen/beobachten kann, z.B. Fensterbrett, Balkon, o.ä., oder auf einer Freifläche (Wiese o.ä.)
    Hinweis: auf dem Boden oder auf Bienenbeuten aufgestellt ziehen sie Ameisen an
  • Locktöpfe regelmäßig und v.a. zu unterschiedlichen Zeiten auf Beflug checken
  • Wenn Vvn-Beflug festgestellt wird, Zeiten notieren sowie fotografisch festhalten (Ausgangspunkt für die Nestsuche mittels Triangulation oder Doppelkreismethode) und Abflugrichtung merken (in Karte verzeichnen)
  • Im Bereich von Spielplätzen und Kindertagesstätten sollten die Behälter mit Flüssigkeiten unzugänglich aufgestellt und ggf. mit Symbolen als nicht trinkbar (z. B. durchgestrichener Wassertropfen) gekennzeichnet werden. Hinweise für die Bevölkerung in Form von Flyern sind ratsam, eine Information an die Untere Naturschutzbehörde bei Aufstellung im öffentlichen Raum ist ebenfalls ratsam.

Beobachtung:
Zum Winterübergang verweigern Vvn möglicherweise den Locktopf. Man kann versuchen die Vvn an Bienen, an blühendem Efeu, blühenden Sträuchern oder an Bäumen, die Futtersäfte wegen Läusebefall abgeben, abzufangen und auf den Locktopf zu setzen. Die Konditionierung auf den Locktopf ist in dieser Jahreszeit nicht immer erfolgreich.
Vvn Drohnen eignen sich nicht für die Nestsuche mit Locktopfmethode, denn sie pendeln nicht zurück zum Nest.
Die Vvn und die heimische Hornisse nutzen nicht dieselben Locktöpfe bzw. meiden sich an den „Futterstellen“, wenn es geht. Wenn man nur einen Locktopf aufstellt, kann es passieren, dass die heimische Vespa Crabro die Vvn „vergrault“ und diese nicht mehr zum Locktopf zurückkehrt (Futterneider).  Tipp: stelle hier einen zweiten Locktopf auf – darunter oder daneben.

Update zum Locktopf: (März 2025)

Locktopf mit Velutina
Locktopf wie er nicht sein sollte – wenn Bienen am Locktopf sind, fehlt oft Alkohol im Lockstoff!!!


Veröffentlichungen von Experten und Institutionen

Fotos, Grafiken

 

Vvn Nest am Vordach - dunkle Stellen sind frisch angebautes Material©:Foto: Michael Gues (freigegeben für die Velutina Army)

Vespa velutina nigrithorax und ihre Nester

Die Asiatische Hornisse baut kunstvolle Nester, die sich in zwei Haupttypen gliedern:

Primärnester und Sekundärnester

Die Nester haben unterschiedliche Funktionen und Standorte, die im Verlauf des Jahres variieren:

Frühjahr ~ Das Embryonalnest

Es ist die früheste Entwicklungsphase eines Hornissennests, das von einer Königin im Frühjahr gegründet wird. Es handelt sich um ein kleines, provisorisches Nest, das die Königin alleine baut, um ihre ersten Arbeiterinnen groß zuziehen.
Die hier groß gezogenen, ersten Arbeiterinnen sind deutlich kleiner als die der folgenden Generationen.

Merkmale:

Größe und Aussehen:
Es ist klein, meist nicht größer als ein Golfball oder eine Orange.
Besteht aus einer papierartigen Masse, die die Königin aus gekautem Holz und Speichel herstellt.
Enthält nur wenige Waben (oft weniger als zehn), in denen die ersten Eier abgelegt werden.

Lage:
Häufig in geschützten Bereichen wie unter Dächern, in Schuppen, Garagen oder Büschen.
Die Königin wählt Orte, die vor Regen und Wind geschützt sind. Die Nester hängen nicht sehr hoch, oft auf Augenhöhe oder tiefer.

Bewohner:
Zunächst nur die Königin, die das Nest alleine baut, die Eier legt, ggf. wärmt, jagt und die ersten Larven füttert. Sobald die ersten Arbeiterinnen schlüpfen, übernehmen diese die Aufgaben des Nestbaus, der Jagd und der Brutpflege. Es gibt eine ganz kurze Phase, meist wenige Tage, in der die Königin und erste Arbeiterinnengeneration sich gemeinsam um das Nest & die Larven kümmern. Die Königin widmet sich danach einzig der Eiablage.

Primärnest

Entstehung und Funktion:
Das Primärnest entsteht durch das Embryonalnest. Sobald die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, übernehmen diese den Nestbau, die Jagd und die Pflege der Brut.

Größe und Standort:
Größe: Anfangs klein, Wachstum bis zu 40 cm Durchmesser.
Standorte: geschützte Orte in Bodennähe, z. B.: Schuppen, Dachböden, Garagen, Hecken, hohle Baumstämme
Oft liegt das Primärnest an windgeschützten Stellen.

Weiterentwicklung:
Mit dem Wachstum der Kolonie und der Vermehrung der Arbeiterinnen wird das Primärnest meist aufgegeben, weil es zu klein wird/ist. Rund 70 % der Nester ziehen in ein größeres Sekundärnest um, das für die Hauptsaison besser geeignet ist. die restlichen ca. 30 % werden zu Sekundärnestern ausgebaut.

Sommer ~ Sekundärnest (Hauptnest)

Entstehung und Funktion:
Das Sekundärnest wird von den Arbeiterinnen gebaut, sobald genügend Individuen in der Kolonie vorhanden sind.
Es dient als Hauptsitz der Kolonie und beherbergt: Die Königin, Arbeiterinnen, später Jungköniginnen und Drohnen.
Anfangs kann es sein, dass die Königin zwischen Primär- und Sekundärnest pendelt.
Es bleibt während der aktiven Saison bis zum Herbst, teils in den Winter hinein, in Nutzung.

Größe und Standort:
Größe: sehr groß, mit einem Durchmesser von bis zu 1 Meter.
Flugloch: Es liegt anfangs unten und wird dann im späteren Ausbau seitlich hochgezogen.
Standorte: Häufig hoch in Bäumen (10 – 25 Meter), manchmal auch an Gebäuden, in exponierten, sonnigen Stellen – solche Standorte bieten Schutz vor Feinden und Witterung. Das Nest ist außerordentlich gut gedämmt – die Außenhülle ist nicht selten ca. 3 cm dick und hat ausgezeichnete isolierende Eigenschaften. Damit kann ein Nest auch bei Minusgraden noch vollständig aktiv sein.

Weiterentwicklung:
Im Herbst erreicht das Sekundärnest seine maximale Größe und kann tausende von Hornissen beherbergen. Das Nest wird bis in den Winter genutzt, bevor die Kolonie allmählich abstirbt. Lediglich die Jungköniginnen überleben, indem sie sich in geschützte Winterquartiere zurückziehen. Das Nest wird nicht wiederverwendet, sondern jedes Jahr neu gebaut.

Neststruktur und Bauweise

Größe und Form:
Die Nester sind meist rund bis eiförmig und können einen Durchmesser von 60 – 90 cm erreichen.
Sie bestehen aus papierartigem Material, das durch die Kombination von zerkautem Holz und Speichel entsteht.

Äußerer Aufbau:
Die äußere Schicht schützt das Nest vor Witterung und Feinden. Die Außenhülle ist oft ca. 3 cm stark und isoliert das Nest hervorragend.
Die Oberfläche zeigt oft ein gestreiftes, grau-braunes Muster. Dunkle Stellen am Nest sind die frisch angespuckten, angebauten Bereiche – und sind ein deutliches Zeichen dafür, dass das Nest aktiv ist.

Innerer Aufbau:
Das Nest enthält mehrere horizontale Wabenetagen mit hexagonalen Zellen.
Es gibt:
* Brutzellen für Larven und Puppen
* größere Zellen für Drohnen und Königinnen
Der Eingang ist meist klein und unten positioniert, um die Verteidigung zu erleichtern.

Standorte:
Typischerweise hoch in Bäumen (10–25 Meter über dem Boden).
Gelegentlich in Gebäuden/Fassaden, Hohlräumen im Dach, Hecken, am Boden (!) oder Sträuchern.
Es gab auch schon welche in Gartenhäckslern, Grills, aber auch schon in über 30 m Höhe.

Biodiversität, Nestdichte und Verlust an Honig in Spanien

Biodiversität, Nestdichte und Verlust an Honig – ein Bericht von  Juan Ramón Gentil Gonzáles  20.12.2024, Spanien

Anmerkung der Redaktion:
Juan Ramón Gentil Gonzáles berichtet in diesem Artikel darüber, in welchem Zusammenhang er den Druck von Vespa velutina nigrithorax  (Vvn) auf die Biodiversität sieht, sowie welchen Einfluß die Nestdichte von Vvn in Bezug auf den Verlust von Honig nimmt. Seit über 20 Jahren tritt Vvn in Spanien, hier Galicien, bereits auf. Er berichtet, was er vor Ort in Spanien sieht. Lest selbst:

 

José Pardal

„Was viele auch nicht begreifen, ist die Biodiversität, die da drauf geht. Wir sind ein Wespenland. Also waren, Wespen und andere Insekten waren da vorhanden. Jetzt sind sie nicht mehr da. Du siehst kein Volk, kein Insekt mehr auf irgendwelchen Blüten, geschweige denn Wespen – wir sehen keine Wespen mehr. Also die Velutina hat alles abrasiert. Und das ist natürlich ein Problem, dass bei Euch auch noch eintreten wird. Aber die werden das zu spät begreifen.

Bei uns in Galicien (Anm.d.R: Spanien) werden  jährlich  X-tausend  Nester entfernt. Aber wir kommen nicht nach und es werden immer mehr … also je nach Jahr. Dieses Jahr hatten wir relative Ruhe. Aber fürs nächste Jahr, das kennen wir von  2020 oder 2018 … ich weiß es nicht mehr genau… da war auch wieder so ein Flautejahr für die Bienen, und es war auch Flautejahr für die Velutina. Und dann im darauffolgenden Jahr war es katastrophal. Da war der Druck auf den Bienenständen enorm.

Da haben wir eben angefangen, die verschiedenen Schutzsysteme* aufzubauen. Das kostet alles eine enorme Energie, Geld, Kraft.
Tracht** kommt nur noch ein Drittel hinein oder weniger wie früher. Es ist also katastrophal.

Was ich aber sicher weiß ist, dass viele, viele aufhören werden. Das haben wir schon da erlebt. Leute die eine gewisse Anzahl Beuten haben … wir sind ein Bienenland, Galicien ist ein Bienenland. Da hat es früher an jeder Ecke Bienen gehabt. Aber die alten Leute, die mögen das nicht mehr durchstehen. Die wollen das gar nicht. Du musst viel Zeit investieren. Nur wer wirklich eine Passion hat für die Bienen, die werden sicher noch was unternehmen und sich auch verteidigen. Aber es kostet alles unheimlich viel Zeit und Geld. Und Geld kostet, da sind wir nicht gerade übermächtig in dieser Hinsicht.

Wir hatten vor 15 Jahren einen Schnitt von 25-30kg Honig pro Volk im Jahr. Wir sind mittlerweile bei einem Schnitt von unter 10 Kg pro Volk. Das liegt auch an Velutina, durch Völkerverluste und durch die Flugparalyse. Das große Problem ist bei Euch die Mentalität der Leute, die das Problem noch nicht sehen und immer alles nur auf Varroa schieben. Die Velutina wird den Druck durch Varroa um ein X-faches vergrößern.“

Ergänzung ohne Veränderung am Originaltext zum besseren Verständnis der Leser/innen durch Anmerkung der Redaktion der Seite Velutina-Army wie folgt

*Schutzsysteme, mechanisch, chemisch
In Spanien werden Maßnahmen ergriffen, um dem Druck von Vvn zur entsprechenden jahreszeitlichen Entwicklung entgegenzutreten. Zu diesen Systemen und den Auswirkungen wird es in Kürze einen weiteren Artikel geben. Wichtig zu wissen für Deutschland: hier gilt das Bundesnaturschutzgesetz, das es in Spanien nicht gibt. Das heißt bei der Nutzung der Systeme ist hier im Land immer die Zulässigkeit zu prüfen.

**Tracht = Futter, Versorgung
Das bedeutet, durch fehlende konstante Futterversorgung kommt es zu Mangelentwicklungen im Bienenvolk.
Zum einen ist für die bestehende Bienenbrut plötzlich zu wenig Versorgungsmaterial da, zum anderen passt die Bienenkönigin ihr Legeverhalten an das Vorhandensein oder die Abwesenheit + Abriss von Tracht = Futter an. Damit nimmt die Bienenmenge im Volk ab.
In einem normal verlaufenden Bienenjahr stellt das kein Problem dar, aber es stellen sich inzwischen unplanbare Änderungen an sensiblen Entwicklungspunkten ein.
Wenn es zum einen durch Klimaänderung (=trockener Sommer, kein Wasser, Blüten stellen die Nektarsekretion ein, Pollen stehen nicht wie gewohnt zur Verfügung durch verkürzte Vegetationsperioden) oder zum Anderen durch konstante Belagerung von Vvn am Bienenflugloch zu Futterabriss kommt, fällt das Bienenvolk aus dem jahreszeitlichen Tritt heraus und kann das unter Umständen nicht mehr ausgleichen.