Da aber einige nach der Zeit etc. gefragt haben: Es ist aktuell eine dauerhaft laufenden Umfrage, d.h. die Daten sind vom 21. Juli 2026 (evtl auch früher da viele von euch ihre vorhandenen Daten nachgetragen haben) und die Umfrage wird dann zum 31.12.26 geschlossen und zum 01.01.2027 neu gestartet.
Wir freuen uns mitteilen zu können: nachdem die Imkerverein Mülheim an der Ruhr e.V. es dieses Jahr geschafft hat, 300+ Menschen durch die Seminare Wespen & Hornissen sowie im Besonderen Vespa velutina nigrithorax zu schleusen (danke auch den motivierten Referenten), kommt nun ein besonderes Highlight auf uns zu. Zusammen mit der Redaktion der Velutina Army steht am 27.06.2026 das erste Mülheimer Symposium Vespa velutina an.
Frühjahreszeit ist Arbeitszeit für die Ehrenamtler/innen, die sich Aufklärung rund um das Thema Vespa velutina nigrithorax auf die Fahne geschrieben haben. Das Leben findet für uns nicht nur in der WhatsApp-Gruppe statt. Wir bekommen dieses Jahr offenbar reichlich Gelegenheit, das Thema auf verschiedensten Veranstaltungen und Messen persönlich sichtbar zu machen. Also nutzen wir das. Wir sprechen stellvertretend für Veranstaltungen von motivierten und fachkundigen Menschen hier ein paar wenige von unseren Terminen kurz an. Menschen reisen durch das Land, um ihre Informationen zum Thema zu teilen. Drum hört zu wenn jemand vor Ort ist und berichtet ………….
Die Entwicklung einer Kolonie der Vespa velutina nigrithorax ist von zahlreichen Faktoren abhängig: Temperatur, Witterung, Nahrungsangebot und „genetische Fitness“ der Königin haben Schlüsselfunktionen. Somit dürfte die Standortwahl des ersten Nestes und möglicherweise auch die des 2. die Kolonieentwicklung beeinflussen. Welchen Einfluss haben die Temperaturen und die Witterung auf die an dem gewählten Standort gebauten Nester? Ist dies an der Nestgröße oder der Anzahl der Wabenteller ablesbar? Entwickeln sich Kolonien an geschützten Standorten anders oder „besser“ als in freihängenden, stark bewitterten Bereichen? Wie verhält es sich mit der Genetik? Durchlaufen Kolonien, die in neuen Gebieten ankommen einen genetischen Flaschenhals? Gibt es Mutationen im Erbgut und wie äußern diese sich? Ein großer Teil dieser Fragen ist wenig untersucht. Und leider kann besonders der „Standort Deutschland“ mit keinen nennenswerten Studien einen Beitrag in der Forschung zur Lebensweise der Vvn in Europa leisten.
Ein guter Ansatz ist die Dokumentation der vorliegenden Nester in einer Region. Der Vergleich mit Dokumentationen aus anderen Regionen könnte wichtige Hinweise ergeben, die helfen, die Lebensentwicklung in Abhängigkeit von Temperatur, Geografie und Nahrungsangebot besser zu verstehen. Deutschland ist, klimatisch und geografisch gesehen, ein sehr vielseitiges Land. Berge, Wälder, Meer, exzessive Landwirtschaft in einigen Regionen, extensive in Anderen. Hat dies einen Einfluss auf die Kolonieentwicklung und wie ist das messbar? Es gibt zahlreiche Fragen, mit denen sich unsere deutschen Forschungsinstitute endlich beschäftigen müssen. Es ist nicht ausreichend, sich auf die Forschungsergebnisse unserer europäischen Nachbarn zu stützen. Denn die Vvn wird auch uns Geld kosten. Ob wir sie bekämpfen oder nicht bekämpfen- der finanzielle Schaden ihrer Ankunft und rasanten Ausbreitung ist nicht mehr von der Hand zu weisen und sollte auch beziffert werden. Dazu bedarf es Forschung auf allen Gebieten, in denen die Vvn ihren Einfluss zeigt. Keine andere invasive Art hat einen solch immensen Einfluss auf Biodiversität, Ökologie, Wirtschaft und menschliche Gesundheit wie Vvn. Man MUSS sich also fragen, warum Deutschland bisher einen solch kleinen wissenschaftlichen Beitrag zur Erforschung ihrer Lebensweise in unserem Land geliefert hat.
Alle, die sich intensiv mit Vvn beschäftigen können in diesem Kontext jedoch einen wertvollen Beitrag leisten in Form von Dokumentation der bearbeiteten Nester. Diese gesammelten Daten können einen wertvollen Beitrag leisten zur Entwicklung ihrer Kolonien in den einzelnen Regionen Deutschlands. Um zu ermitteln, wie eine solche Dokumentation aussehen könnte, möchten wir einige Beispiele vorstellen.
Die vorgestellten Tabellen sollen lediglich ein Beispiel zur möglichen Dokumentation liefern. Die Systematik ist ausbaufähig und dient nur als Vorschlag zur Ermittlung von Daten. Zukünftig werden wir überlegen, wie wir alle gesammelten Daten in einem Pool vereinen können, der jeder/ jedem Interessierten zur zugänglich ist und zur Verfügung steht.
Wir sind gespannt, was die Messe dieses mal mit sich bringt. Für diejenigen, die sich mit der Vespa velutina nigtrithorax (Vvn) beschäftigen, liegt ein intensives Jahr 2025 zurück. Und das neue beginnt ohne große Pause. Zahlreiche Aussteller und Infostände sind dieses mal mit am Start und zeigen, mit welchen Mitteln sich Vvn bekämpfen lässt. Info, Info , Info …… wir sind da – wer noch ?
Die Vorbereitung der neuen Hornissensaison ist bereits im vollen Gange. Schulungen und Treffen besuchen, Einarbeitung ins Thema Vespa velutina nigrithorax (Vvn), Materialpflege bei den Bekämpfern und Bekämpferinnen, Prognosen für die kommende Saison erarbeiten, für Fragen zur Verfügung stehen, und lernen, lernen, lernen – im alten Imkerleben gab es eine Winterpause, diese füllt nun Vespa velutina nigrithorax.